Was ist die Taufe?

Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Gott verspricht dem Täufling, dass er ihm ein gnädiger Gott sein will und ihn ein Leben lang begleiten möchte.

 

Die Taufe ist wie das Abendmahl ein Sakrament, das heißt eine von Jesus Christus eingesetzte Handlung, bei der Wort und Zeichenhandlung zusammenkommen. Die Taufe ist zugleich eine Segenshandlung, bei der dem Täufling die Gnade Gottes zugesagt wird. Die Taufe erfolgt auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die biblische Grundlage finden Sie zum Beispiel in Matthäus 28, 18-20 und in Römer 6, 1-4.

 

Das wichtigste Element der Tauffeier ist das Wasser. Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Dazu spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Wasser ist das Urelement des Lebens. Nur mit Wasser kann Leben entstehen. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden. Der Täufling erfährt symbolisch im Wasserritus, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie er durch den Tod hindurch zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling, und er "taucht auf" als Mensch des neuen Lebens.

 

Formal bedeutet die Taufe Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi. Wer getauft ist, ist Mitglied der Orts-Kirchengemeinde und auch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Er wird bei eigenem Einkommen kirchensteuerpflichtig und erhält sämtliche Rechte eines Kirchenmitglieds.

Wann wird in der Katharinenkirche getauft?

Getauft wird einmal im Monat im sonntäglichen Gemeindegottesdienst um 10:00 Uhr.

 

Alter christlicher Brauch ist es, dem Neugetauften ein weißes Gewand als Symbol des ewigen Lebens überzuziehen. In der evangelischen Kirche werden Kinder zur Taufe aus diesem Grund oft weiß gekleidet.

Wer kann getauft werden?

Grundsätzlich alle, die es wollen. Üblich ist die Säuglingstaufe, zu der mindestens ein Erziehungsberechtigter sein Einverständnis geben muss. Doch auch Kindertaufe, Taufe im Konfirmationsgottesdienst und Erwachsenentaufe sind möglich. Da Kinder den Glauben noch nicht selbst bekennen können, sprechen bei ihrer Taufe Patinnen oder Paten stellvertretend das Glaubensbekenntnis.

Taufspruch

Bei seiner Taufe erhält Ihr Kind einen Bibelvers als Taufspruch. Wählen Sie ihn mit Sorgfalt aus und besprechen Sie mit Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin die Entscheidung. Dieser biblische Vers soll den Getauften oder die Getaufte ein Leben lang begleiten. Gerne können Sie selbst Gedanken über einen Taufspruch für Ihr Kind machen. Anregungen dazu finden Sie zum Beispiel unter www.taufspruch.de

Und die Paten?

Ihr Kind braucht mindestens zwei Paten, von denen einer evangelisch sein muss. Ist ein evangelischer Pate gefunden, können weitere Paten auch anderen christlichen Kirchen (Katholische Kirche, Orthodoxe Kirche, Freikirchen) angehören. Für Paten, die nicht in Eglosheim wohnen, benötigen wir eine Patenbescheinigung. Die gibt es formlos beim jeweiligen Heimatpfarramt.

 

Jugendliche oder Erwachsene, die getauft werden wollen, brauchen keine Patin bzw. keine Paten. Sie  antworten eigenständig auf die Tauffrage und sprechen das christliche Glaubensbekenntnis selbst.

Taufkerze

Sie können für Ihr Kind eine Taufkerze zum Gottesdienst mitbringen, damit diese während der Tauffeier am Altar entzündet wird. Das Licht der Taufkerze erinnert an das Jesuswort: „Ich bin das Licht der Welt"; (Evangelium des Johannes 8, Vers 12).

 

Wenn Sie die Taufkerze später am jährlichen Tauftag Ihres Kindes anzünden, ergeben sich gute Gelegenheiten, mit ihm über seine Taufe zu sprechen. Schön ist es, wenn diese Kerze individuell gestaltet ist (Name / Taufdatum / christliche Symbole). Eine Taufkerze (fertig oder zum Selbergestalten) können Sie für 5 € bei uns erstehen, wenn Sie möchten.

Die Tauffrage

Wir alle haben unser Leben von Gott. So sollen wir auch unsere Kinder als Gabe des Schöpfers annehmen. Durch unsere Liebe soll es das erste Zutrauen zur Güte Gottes gewinnen.

Größer als unsere Liebe ist die Liebe Jesu Christi. Darum sollen Eltern ihre Kinder zum Glauben an Jesus Christus hinführen, zum Beten anleiten und ihnen helfen, ein lebendiges Glied der Kirche Jesu Christi zu werden

Patinnen und Paten sind Zeugen der Taufe und unterstützen die Eltern bei der christlichen Erziehung. Sie sollen für das Kind beten, ihm in Notlagen beistehen und ihm wie seine Eltern helfen, in die Gemeinde hineinzuwachsen.

 

Bei der Taufe eines Kindes werden Eltern und Paten deshalb gefragt:

Wollt ihr, dass euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!

Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

 

Jugendliche oder Erwachsene brauchen bei ihrer Taufe keine Paten mehr.

Sie werden im Konfirmandenunterricht zur Taufe hingeführt oder sind als Erwachsene zum Glauben gekommen.

Sie sprechen zusammen mit der Gemeinde das Glaubensbekenntnis und werden dann gefragt:

Willst du auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden? So antworte: Ja, ich will.